Generalstreik reloaded: Wir fordern Schutz vor allen Arten von Diskriminierung am Arbeitsplatz

Die JUSO Schweiz hat zum 100sten Jubiläum des Landesstreiks 1918 die Aktion „Generalstreik reloaded“ gestartet. Dabei will sie neun neue Forderungen fürs nächste Jahrhundert aufstellen, die sie aus den Vorschlägen auswählt, die ihr zugeschickt werden. Der rote Faden nimmt an dieser Aktion mit eigenen Vorschlägen Teil. Wir werden diese Forderungen, die wir allesamt für zentral und dringend halten, nach und nach hier veröffentlichen. Die Forderungen Nummer eins, zwei und drei findet ihr unter dem entsprechenden Link. Heute unsere vierte und letzte Forderung:

Strenge Kontrolle der Wirtschaft gegen alle Formen von Diskriminierung am Arbeitsplatz

Immer wieder versucht die Bourgeoisie, uns Arbeiter*innen entlang von Identitäten wie Nationalität, Religion, Geschlecht und vielen anderen zu spalten. Sie versucht uns gegeneinander aufzuhetzen, um die Macht der Arbeiter*innenklasse zu brechen. Damit dies nicht gelingt, müssen wir sicherstellen, dass kein Mitglied unserer Klasse vernachlässigt wird. Wir brauchen gegenseitige Solidarität. Wir müssen die Diskriminierungen, die sich in Jahrtausenden der Ungleichheitswirtschaft gebildet haben, bekämpfen. Wir müssen zeigen, wofür wir stehen: Für eine Welt, in der jede*r die gleichen Rechte hat, in der jede*r sein*ihr Recht auf Gleichbehandlung einfordern und durchsetzen kann. Deshalb fordern wir Gesetze gegen alle Formen von Diskriminierung am Arbeitsplatz, ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Bourgeoisie. Es müssen regelmässige, gründliche und unangemeldete Kontrollen aller Unternehmen auf die Einhaltung dieser Gesetze stattfinden. Arbeitgeber*innen, denen Diskriminierung von Angestellten nachgewiesen werden kann, müssen strafrechtliche Konsequenzen drohen.

Mit einem universalistischen Ansatz wie diesem verhelfen wir nicht nur jenen zu ihrem Recht, die von einer isoliert betrachteten Diskriminierung betroffen sind. Wir unterstützen auch jene, die auf den ersten Blick nicht betroffen scheinen. Denn wir geben ihnen die Sicherheit, dass wir sie unterstützen, falls sie – wie so oft – selber einmal unter Unrecht zu leiden haben. So erschaffen wir eine Bewegung für alle Mitglieder der Arbeiter*innenklasse, in der jede*r für jede*n kämpft. Bis zum Generalstreik und darüber hinaus. Hoch die Klassensolidarität!

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